Jahresprogramm 2023

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Verbindliche Anmeldungen zu den entsprechend gekennzeichneten Veranstaltungen spätestens bis 14 Tage vor Beginn telefonisch oder schriftlich an Julius Billinger, per E-Mail oder über die Kontaktseite!


Krippenfahrt nach Oberschwaben

Samstag, 14.Januar 2023, 07.30 Uhr

Der Heilige Franziskus hat nach alter Überlieferung als Erster eine symbolische Darstellung der Geburt Jesu mit seiner Krippe von Greccio aufgestellt. Seit dieser Zeit gibt es unzählige Krippendarstellungen in den Wohnungen der Menschen, aber auch in den Kirchen. In Oberschwaben ist diese Tradition der Krippendarstellungen besonders ausgeprägt.
So starten wir in einem bequemen Reisebus in das prächtige, winterliche Oberschwaben über Pfullendorf und Saulgau nach Steinhausen. Hier in der „schönsten Dorfkirche der Welt“ führt uns der Vereinsvorsitzende Ottokar Graf nicht nur durch den herrlichen barocken Sakralraum, sondern zeigt auch eine bemerkenswerte Krippendarstellung. In der nächsten Station Gutenzell, einer ehemaligen Zisterzienserinnen-Reichsabtei, können wir wiederum einen großartigen barocken Kirchenraum bewundern. Ein weiterer Höhepunkt – die aus Klosterzeit stammende, große Krippe – wird uns unter fachkundiger Führung vorgestellt, bevor wir uns im nahegelegenen Gasthaus Klosterhof zum Mittagsmahl einfinden. Die nachmittägliche Weiterfahrt führt uns nach Oberstadion. In diesem wunderschöne Dorf, Träger zahlreicher Preise für eine mustergültige Dorfkernsanierung, besuchen wir unter sachkundiger Führung das bekannte Krippenmuseum. Nach anschließender Kaffeepause im Dorfgasthof Adler führt uns der Vereinsvorsitzende O.Graf durch die wertvolle Dorfkirche St. Martin. Dieses Gotteshaus weist eine außergewöhnlich reiche Ansammlung spätgotischer Altarwerke auf. Sie haben die Jahrhunderte unbeschadet überstanden und stellen in einem solchen Umfang, auch überregional eine wirkliche Rarität dar.
Nach diesem ausgiebigen Besichtigungsprogramm begeben wir uns über Riedlingen, Meßkirch am späten Nachmittag zurück in den heimatlichen Hegau.

Fahrt im bequemen Reisebus.
Treffpunkt: Abfahrt 07.30 Uhr Haltestelle Schloss Worblingen, 07.35 Uhr Arlen, Lindenplatz
Kosten: 30,00 € (Mitglieder), 35,00 € (Nichtmitglieder)
Bitte Anmeldung an Julius Billinger Tel 07731-52998 bis zum 07.01.2023!


Jahreshauptversammlung

Freitag, 24.März 2023, 19.00 Uhr

Die Einladung mit der Tagesordnung hierzu ergeht gesondert.
Anschließend um 20.15 Uhr Vortrag:

„Gottesburgen“ – Kirchenburgen, Wehrkirchen und -kirchhöfe im Hegau und in angrenzenden Gebieten

Da Dörfer meist kein Befestigungsrecht besaßen und die (mancherorts hochgelegene) Kirche oft das einzige steinerne Gebäude im Ort war, lag es nahe, diese und/oder den sie umgebenden Kirchhof in Zeiten der Gefahr im Spätmittelalter durch Mauern, Türme, Tore, Wehrgänge und Schießscharten zu sichern. Kirchenburgen und Wehrkirchhöfe waren Rückzugsorte der dörflichen bzw. ländlichen Bevölkerung in Kriegszeiten. Da zur Kriegsführung im 15./16. Jahrhundert Raubzüge und Plünderungen seitens kleinerer Trupps gehörten, boten Wehrkirchhöfe der lokalen Zivilbevölkerung Schutz.
Befestigte Kirchen und Kirchhöfe im Hegau entstanden im 15./frühen 16. Jh. vermutlich vor dem Hintergrund der äußeren Gefährdung durch die türkische Expansion in Europa (1453 Eroberung Konstantinopels; 1480 Belagerung von Rhódos; 1521 Eroberung von Belgrad, 1522 von Rhódos) und der Gefährdung durch innenpolitische Instabilität, Fehden und regionale Konflikte im Süden Deutschlands (u.a. Städtekrieg 1442; Schweizerkrieg 1499). Sie waren nicht dazu geschaffen, einer Belagerung durch ein mit allen gängigen Angriffswaffen ausgestatteten Heeres standzuhalten, sondern dienten der Abwehr kleinerer Verbände oder von Plünderern.
Viele Kirchen im Hegau werden allerdings fälschlich als Wehrkirchen gedeutet. Viele Schießscharten entpuppen sich bei näherer Betrachtung als Licht- und Luftschlitze. Dies gilt v.a. für Kirchtürme, die aus statischen Gründen dicke Mauern haben müssen, um die Last und die Schwingung der Glocken zu verkraften. Die fatale Kombination aus dicken Mauern und vermeintlichen Schießscharten hat uns Hunderte von ‚Wehrkirchen‘ be­schert, die nie solche waren.

19.00/20.15 Uhr Ort: Kath. Pfarrheim St. Nikolaus, Worblingen
Referent: Dr. Michael Losse
Keine Anmeldung, keine Gebühr!


Mägdeberg und Mühlhausen

Samstag, 22.04 2023, 13.00 Uhr

Mühlhausen wurde im Jahre 787 erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen genannt. Der Ort Mühlhausen ist aus zwei Siedlungen – dem Unter­dorf, welches zur Herrschaft Mägdeberg gehörte, und dem Oberdorf, das der Herrschaft Hohenkrähen untertänig war, zusammengewachsen. Schon sehr früh, vermutlich im 8. Jahrhundert erhielt das Dorf eine Kirche im Gewann Leweren. Hier befindet sich noch heute die Pfarrkirche St. Peter und Paul die um 1200 von den Herren von Friedingen auf Krähen aus ihrem eigenen Vermögen errichtet wurde.
Südwestlich von Mühlhausen erhebt sich als trutzige Basaltkuppel der Mägdeberg, der schon in der Hallstadtzeit eine Keltensiedlung trug. Im 13. Jahrhundert erbauten die Äbte der Reichenau auf dem Berg eine Burg für ihre adeligen Dienstmannen. Nach dem Nie­dergang des Inselklosters kam es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zu Besitzwech­seln und der damit verbundenen Händel und Verwirrungen um die Herrschafts- und Ei­gentumsrechte an der Bergfeste.
Der uns allen gut bekannte Burgenforscher Dr. Michael Losse wird uns während dieser sonntäglichen Exkursion manch Wissenswertes und Hintergründiges aus der reichen Ge­schichte der Ortschaft Mühlhausen und der Burg Mägdeberg erzählen.
Zum Abschluss ist eine gemeinsame Einkehr in einem örtlichen Gasthaus vorgesehen!

Treffpunkt: Dorfmuseum Worblingen
Abfahrt 13.00 Uhr mit Fahrgemeinschaften
Treff: Parkplatz Mägdeberg (oben vor dem Aufgang zur Burg) 13.30 Uhr


Auf den Höhen des Bodanrücks

Samstag, 13.05.2023, 13.00 Uhr

Frauenberg – Ruine Alt-Bodman – Bodenwald

Bei dieser sonntäglichen Wanderung starten wir am Hofgut Bodenwald – Bisonstube – und wandern auf einem leicht begehbaren Waldweg zum nahegelegenen Frauenberg. Die­ser herrlich gelegene Aussichtspunkt war bis 1307 Wohnsitz der Familie von Bodman. Durch einen Blitzschlag wurde diese Höhenburg zerstört, bei dessen darauffolgenden verheerenden Brand nur ein Nachfahre der Familie überlebte. Zum Gedenken an dieses traumatische Famlienereignis errichtete der ortsabwesende Großvater des einzig Überle­benden der Familie am gleichen Ort, eine Kapelle mit einem Priesterhaus und schenkte dieses der Abtei Salem. Nach der Säkularisation kam diese wichtige Familienstätte wieder in von Bodmanschen Besitz und wird heute von der Glaubensgemeinschaft „Agnus Dei“ genutzt.
Auf kurzem Weg führt nun die Wanderung dann weiter zur Ruine Alt-Bodman, welche nach dem Brand im 14. Jahrhundert errichtet und im 30jährigen Krieg zerstört wurde. Die Familie von Bodman, heute wohnhaft im Schloss Bodman, hütet noch heute unter großem finanziellen Aufwand ihre mittelalterlichen Familienansitze.
Unser Vereinsvorsitzender Ottokar Graf wird uns während dieser Exkursion auf histori­schen Pfaden, manches aus der reichen Vergangenheit zu erzählen wissen und auf die Höhepunkte landschaftlicher Schönheit am westlichen Überlinger See und Bodanrück hinweisen. Wohlverdient werden wir zum Abschluss dieser etwa 3stündigen Tour im Hof­gut Bodenwald zu einer Kaffee/Vesperpause einkehren bevor mit unserer Fahrgemein­schaft wieder die Heimfahrt antreten werden.

Treffpunkt: Dorfmuseum Worblingen
Abfahrt 13.00 Uhr mit Fahrgemeinschaften
Beginn: 13.45 Uhr Parkplatz Bodenwald
Keine Anmeldung, keine Gebühr!


Führung durch das alte Rielasingen

Sonntag, 18.06.2023, 13.30 Uhr

Ein ehemaliges Bauerndorf im Wandel der Zeit

Der Vereinsvorsitzende Ottokar Graf führt auf diesem sonntäglichen Rundgang zu his­torischen Plätzen, Winkeln und Gassen in unserem namensgebenden Hauptort.
Wohl keine Ortsmitte einer Hegaugemeinde hat sich durch bauliche Veränderungen so gewandelt wie Rielasingen. Anhand von fotografischen Zeugnissen kommen wir diesen Veränderungen auf die Spur. Mit besonderer Aufmerksamkeit suchen wir die noch erhal­tenen Baudenkmäler einer reichen und bewegten Geschichte auf und lassen uns während dieser Führung über manche interessante Begebenheit erzählen. Ein anschließender Be­such in einem örtlichen Gasthaus gehört zur Tradition unserer Ortsführungen!

Treffpunkt: 13.30 Uhr Kirche St.Bartholomäus, unterer Kirchplatz
Keine Anmeldung, keine Gebühr!


Große Geschichte auf der Schwäbischen Alb

Samstag, 29.07.2023, 07.30 Uhr

Vom Stauffenberg-Schloß zum Maschenmuseum

Im bequemen Reisebus fahren wir über die Höhen der Schwäbischen Alb nach Albstadt – Lautlingen. Hier, im Schloss der gräflichen Familie von Stauffenberg, verbrachte der Hit­lerattentäter Claus Schenk von Stauffenberg (1907-1944) einen großen Teil seiner Kind­heit und Jugend. In dieser vom Land Baden-Württemberg eingerichteten Gedenkstätte verbunden mit der Besichtigung des gräflichen Schlosses erfahren wir nicht nur wertvol­les aus der Geschichte der Familie von Stauffenberg, sondern bekommen auch einen Ein­blick in das Leben einer dem Landleben verbunden adeligen Familie der letzten zweihund­ert Jahre.
Nach dem Mittagessen in Lautlingen besichtigen wir in Tailfingen das Maschenmuseum in der ehemaligen Textilmaschinenfabrik Mayer&Cie. Von der bäuerlichen Selbstversor­gungswirtschaft zu frühindustriellen Produktionsformen, über die Heimarbeit der Frauen bis zur modernen Produktion reicht die breite Palette der Themenbereiche. Der reiche Bestand an Textilien aus dem Bereich der gewirkten und gestrickten Unterwäsche ermög­licht eine fast lückenlose Darstellung der modegeschichtlichen Entwicklung im Zeitraum von 1870-1970. Ein gemütlicher Kaffeeplausch soll uns anschließend stärken, bevor wir wieder in unsere Heimat fahren.

Treffpunkt: Abfahrt 07.30 Uhr, Haltestelle Schloss Worblingen, 07.35 Uhr, Haltestelle Lindenplatz Arlen.
Kosten: 35,00 € (Mitglieder), 40,00 € (Nichtmitglieder)
Bitte Anmeldung an Julius Billinger Tel 07731-52998 bis zum 22.07.2023!


Bonndorf und Rothaus

Samstag, 23.09.2023, 08.30 Uhr

Die erste urkundliche Erwähung aus dem Jahre 800 weist auf eine sehr frühe Besiedlung dieser doch recht rauen Gegend auf der östlichen Abdachung des Südschwarzwaldes. Nach Herrschaftswechsel vom Kloster St.Gallen an die Herren von Lupfen wurde Bonndorf mit Umgebung im 15. Jhdt. zur Grafschaft erhoben. Diese kam 1609 an die Benediktinerabtei St. Blasien welche zur Fürstabtei erhoben, bis zur Auflösung 1803 hier in Bonndorf ihren weltlichen Sitz hatte. Manche eindrucksvollen Gebäude lassen noch die Pracht dieser einst großen Zeit erahnen. So auch das fürstliche Schloß, 1592 erbaut und unter den Äbten zur barocken Residenz ausgebaut. In diesem ausdrucksstarken Bau, welchen wir besichtigen, befindet sich heute das „Kulturzentrum Schloss Bonndorf“ in dem ganzjährig bedeutende Ausstellungen stattfinden. Im Untergeschoss ist das Narrenmuseum untergebracht, welches wir unter sachkundiger Führung besichtigen. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, 1850 im neoromanischen Stil erbaut und 1906 von Franz Josef Simmler in einem überwältigenden farbigen Gesamtwerk ausgestattet wurde gehört heute zu den großen Kunst-Denkmälern unseres Landes. Unser Vereinsvorsitzende wird uns durch dieses einmalige Zeugnis neoromanischer Architektur und Ausstattung führen.
Zum Mittagessen fahren wir in die nahegelegene Brauereianlage Rothaus.
In den mittlerweile 230 Jahren ihres Bestehens hat sich die Brauerei Rothaus von der kleinen Klosterbrauerei Rothaus zur großen Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG entwickelt.
Nach dem gemeinsamen Essen führt uns eine spannende Brauereibesichtigung ins Sudhaus, in den Lagerkeller und zur Abfüllanlage. Fachlich fundiert werden Hintergrundinfos und vieles mehr vermittelt. Am Ende der Besichtigung steht dem Genuss eines frischen Tannenzäpfles nichts mehr im Wege, bevor wir die Heimfahrt in den Hegau antreten.

Treffpunkt: Abfahrt 08.30 Uhr, Haltestelle Schloss Worblingen, 08.35 Uhr, Haltestelle Lindenplatz Arlen.
Kosten: 35,00 € (Mitglieder), 40,00 € (Nichtmitglieder)
Bitte Anmeldung an Julius Billinger Tel 07731-52998 bis zum 16.09.2023!


Führung durch das alte Worblingen

Sonntag, 08.10.2023, 13.30 Uhr

Ein Ortstermin für Alt- und Neubürger

Auf einem 2 ½ Stunden dauernden Rundgang mit Ottokar Graf besteht die Gelegenheit unser Dorf neu zu entdecken.
Vom einst herrschaftlichen Schloss zum Heiligsgäßle, vom Synagogenplatz zur Hunds­kehre und vom süßen Winkel in die Judengasse wird sich dieser Sonntagsrundgang mit zahlreichen Geschichten und Anekdoten angereichert, schlussendlich in der ehemaligen Dorftaverne zu einem abendlichen Umtrunk hinwenden! Dazu ergeht herzliche Einla­dung.

Treffpunkt: 13.30 Uhr beim Dorfmuseum in Worblingen
Keine Anmeldung, keine Gebühr!


Sonderausstellung

Freitag, 20.10 2023, 19.00 Uhr

„Rückblick, Durchblick, Ausblick“

Sonderausstellung zum 25. Jubiläum des Heimat- und Museumsvereins Rielasingen-Worblingen

In dieser Rückschau wollen wir Höhepunkte langjähriger, erfolgreicher musealer Arbeit in den Räumen unseres Dorf·Museums vorstellen. Besondere Exponate zeigen in einem bun­ten Reigen die wichtigsten Stationen der in aufwändiger, eh­renamtlicher Tätigkeit erbrach­ten Dokumentationen zur Geschichte unserer Orts­chaften. Ein ebenso großes Augenmerk wurde von Beginn an auf eine abwechs­lungsreiche Ausrichtung des musealen Konzeptes gerichtet. So wurden auch im­mer wieder, in abwechslungsreicher Abfolge, Ausstellungen aus Kunst- und Ver­einsgeschehen durchgeführt.
Der Heimat- und Museumsverein will nun zum Jubiläum in einer breitgefächer­ten Schau, seinen interessierten Gästen im Rückblick den Durchblick und den Ausblick für die kom­menden Vereinsjahre aufzeigen.


Wenn Anmeldungen erforderlich sind, diese spätes­tens bis eine Woche vor Beginn an Julius Billinger Tel 07731-52998, per E-Mail oder auf un­serer Homepa­ge.

Kurzfristige Änderungen (Witterungsgründe, Verhin­derung des Führers etc.) blei­ben der Leitung des Heimat- und Museumsvereins Rielasingen-Worblingen vorbehalten. Bitte beachten Sie die Hinweise im Südkurier, im Sin­gener Wochenblatt und in „Die Woche“ sowie auf un­serer Homepage

Dorf·Museum: Altes Rathaus Worblingen, Höristr.40
Kontaktadresse:
1.Vorsitzender Ottokar Graf
Glockengasse 3
78239 Rielasingen-Worblingen
Tel. 0 77 31 / 5 18 97
E-Mail: mail@hmv-rw.de